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Von der Monokultur zum Zukunftswald

Für den „Riegele Zukunftswald“ beschäftigen wir uns mit nachhaltigem Waldumbau. Aber was bedeutet das eigentlich für unsere Wälder und die Region?

Wer durch die westlichen Wälder wandert, sieht häufig eines: Fichten-Monokulturen – Bäume gleichen Alters und gleicher Höhe. Solche Wälder waren in der Vergangenheit wirtschaftlich sinnvoll, sind aber nicht klimaresistent oder zukunftsfähig. Riegele hat jetzt 8 Hektar Wald im Anhauser Tal gekauft und baut dieses Stück Wald über die kommenden Jahrzehnte ökologisch generationen-tauglich zum Riegele Zukunftswald um. Das Ziel ist ein gesunder Waldboden, der künftig Wasser besser filtert und speichert sowie durch Humusaufbau CO2 aus der Luft bindet.

Neue Baumarten und lebendige Böden

Dazu werden wir nicht ganze Flächen roden, sondern einzelne Bäume, vor allem Fichten, entnehmen und durch standortgerechte Baumarten ersetzt. Die verschiedenen Baumarten und Altersstufen sollen die Struktur des Waldbestands erweitern. Durch herabfallendes Laub und die Aktivität von Bodenorganismen soll sich zugleich ein strukturreicherer und aufnahmefähigerer Waldboden entwickeln, der laut Future Forest Lebensraum für bis zu 5 Millionen Regenwürmer schafft.

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Wasser speichern, filtern und neu bilden

Ein lebendiger Waldboden kann damit nicht nur für Artenvielfalt sorgen, er kann auch viel mehr Wasser filtern und aufnehmen. Der Waldumbau soll dazu beitragen, die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens im Projektgebiet langfristig zu verbessern. Nach Berechnungen von Life Future Forest könnten dadurch jährlich bis zu 8 Millionen Liter bestes Trinkwasser zusätzlich im natürlichen Kreislauf gehalten und gefiltert werden.

Der Naschwald: Lebensraum für Tiere und Pflanzen 

Ein Teil unseres Waldes wird übrigens zu einem „Naschwald“ mit fruchttragenden Baumarten wie z. B. Walnuss oder Kirschbäumen. Ein Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Vögel, die hier von Frühjahr bis Herbst „naschen“ können.

Langfristige Entwicklung

Der Umbau zu einem nachhaltig bewirtschafteten Dauerwald mit Bäumen unterschiedlicher Altersstufen und Größen wird begleitet von Ludwig Pertl, einem Experten von Life Future Forest und von Siegfried Knittel, einem sehr erfahrenen Förster. Natürlich geht das alles nicht von heute auf morgen, aber Riegele denkt in Generationen und somit investieren wir schon seit vielen Jahren in Maßnahmen, die unsere Umweltleistung verbessern. Dazu gehören unser nach EMAS zertifiziertes Umweltmanagement, die Nutzung eigener Solaranlagen, Wärmerückgewinnung im Brauprozess und die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten.

Denn auch in Zukunft soll es heißen …schönes Leben hier!