Events aus der Riegele
BrauWelt und Augsburg

BrauWelt intern

Tavern Tours - das sind Max & Max, die ihre Gäste bei interessanten Stadtführungen mit in Augsburgs Bier- und Kneipengeschichte nehmen! Neu im Programm haben die beiden die "Riegele Tavernen Tour", die euch von unserer Brauerei in die Altstadt und damit direkt zu historischen Plätzen, Kneipen und...

10. - 22. Dezember 2018
in der Riegele Almhütte
Termine: 18.01./15.02./15.03./05.04./17.05./28.06.19
Jeden Freitag ab 25. Januar 2019
01.02.19 / 15.02.19 / 12.04.19
Events aus dem Riegele Land sponsored by neue szene

Das Modular Festival erhält auf Vorschlag der Augsburger Popkulturbeauftragten Barbara Friedrichs den seit 1991 verliehenen Bayerischen Popkulturpreis (ehemals Rockpreis PICK UP). In der Kategorie Nachhaltigkeit wird das 2019 zum zehnten Mal stattfindende größte schwäbische Festival für seine jugend- und popkulturelle Arbeit geehrt.

Die Verleihung findet am Mittwoch, den 19. Dezember 2018 um 15:00 Uhr im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (BR) statt. In ihrer Begründung betont die Jury, die im Bayerischen Landtag tagte, dass das vom Stadtjugendring Augsburg veranstaltete Modular Festival vor allem durch Kontinuität, die vielfältige Programmqualität und die Mitarbeit einer hohen Zahl an jugendlichen zwei Ehrenamtlichen ein Aushängeschild für Jugend- und Popkultur darstellt. Auch wichtige Themen, wie Nachhaltigkeit, Müll-Trennung und -Vermeidung und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen spielen eine übergeordnete Rolle bei der Planung und Durchführung des Festivals.

Sieger 2006 war Band des Jahres

Bereits 2006 erhielt der vom Stadtmagazin Neue Szene Augsburg in Kooperation mit dem SJR Augsburg veranstaltete Wettbewerb „Band des Jahres“ diesen Preis. Geehrt wurden die Sieger damals im Festsaal des Maximilianeums in München vom damaligen Staatsminister Dr. Thomas Goppel.

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Üblicherweise stehen in Garagen Autos. In der Garage in Adelzhausen steht stattdessen Kunst

Am 25. November um 15.00 wird die „A8-Garage-für-zeitgenössische-Kunst“ in Adelzhausen, Hauptstraße 12, eröffnet. Emanuel Guarascio, Lukas Hoffmann und Christine Steiner zeigen ihre Werke: Positionen zum 25.November. Das ist der„Ewigkeitssonntag“ oder auch „Totensonntag“ genannt. So heißt denn die Ausstellung auch „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Lukas Hoffmann, Student der Kunstakademie München, zeigt in der Mitte des Raumes ein Gebilde, ähnlich einem Sarkophag. Seltsame Attribute sind dem beigefügt. Emanuel Guarascio, frischgebackener Absolvent der Kunstakademie München, ließ sich von Albrecht Dürers bekannten Holzschnitten zum Thema Apokalypse zu einer multimedialen Installation inspirieren. Christine Steiners sogenannte „Mäzionärs“ -Zeichnungen“ wirken wie Höhlenzeichnungen und verstärken den Eindruck von Zeitverschiebungen.
Eröffnet wird die Ausstellung von der Berliner Galeristin Peggy Neumann, die in Tegernsee die Galerie „Orange“ betreibt. Die Ausstellung ist Samstags und Sonntags von 11 – 18 Uhr zu besichtigen, sowie nach telefonischer Vereinbarung : 0176 405 99 249. (pm/max)

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»Sause vor der Pause«

Die Mühle schließt Ende November bis zum Frühjahr die Pforten. Um die schmerzliche Trennung gebührend zu würdigen, gibt es am 23. und 24. November mehrere Feste für das Publikum, Gäste des beliebten „Dreizehn“, Künstlerinnen und Künstler sowie für alle Mühle-Freunde. Das Team der Kültürtage macht am 26.11. das Licht aus: die Vorstellung des Comedy-Programms „Döner mit Sauerkraut“ ist die vorerst letzte Veranstaltung für die kommenden Monate.

In den vergangenen Monaten wurden Programm und Erscheinungsbild der Mühle erneuert und auch Dank des wunderbaren gastronomischen Angebots des „Dreizehn“ weht seit einiger Zeit ein junges, lebendiges Lüftchen durch das altehrwürdige Haus. Doch nun stehen wichtige und umfassende Bau- und Renovierungsmaßnahmen im Haus selbst an. Cafébetrieb, Kulturprogramm und Vermietungen müssen deshalb ab Ende November bis Mai nächsten Jahres eingestellt werden. Um den Abschied auf Zeit würdig und standesgemäß zu begehen, laden das Mühle-Team und die Dreizehn-Wirtinnen Gäste, Künstler*innen, Publikum, Mieter*innen und einfach ALLE zur „Sause vor der Pause“ ein. Der Eintritt ist frei!

Teil 1 beginnt am 23.11. um 20 Uhr. Die Indie-Elektroniker von „Polaroyds“ aus Wien und Augsburg machen den Anfang, gefolgt vom Neo-Indie-Soul und Pop von „Troy of Persia“ um Sedat Cerimi und Girisha Fernando – einem der aktuell heißesten Acts aus Augsburg (Sedat Cerimi (Vocals), Girisha Fernando (Bass), Kilian Bühler (Drums), David Kremer (Keys) & Alex Williams (Gitarre). DJs sorgen für den Sause-Soundtrack bis in die Morgenstunden. Das „Dreizehn“-Team setzt am 24.11. Teil 2 der Sause mit einer eigenen zur „Farewell Party“ obendrauf. Von 23:00 bis 02:00 Uhr kann man hier den Abschiedsschmerz einfach wegtanzen.

Auf der Webseite www.kresslesmuehle.de gibt es aktuelle Infos zum Stand der Baustelle und natürlich zum Programm. Die Planungen für den Frühsommer laufen schon... (pm/max)

Foto: Troy of Persia

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Tocotronic – Magische Märchenstunden live in der Kantine

Ein eiskalter Winterabend am Areal der ehemaligen Ami-Kaserne, doch in der restlos ausverkauften Kantine waberte die Luft. Keine Vorband, kein unnützer Schnack, einfach nur Tocotronic. Live, unverschnitten und authentisch. Die Urgesteine der Hamburger Schule, laut ARD Deutschlands intelligenteste Band, begannen zeitig und tauchten den Flammensaal vom ersten Akkord an tief in ihren unverwechselbaren Sound. Magische Märchenstunden mit krachenden Gitarren und dröhnenden Feedbackgewittern, dunkel, schön, schnörkellos. Das hanseatische Quartett um Frontman Dirk von Lowtzow bot einen Querschnitt durch ihr musikalisches Schaffen in den letzten 25 Jahren. Jungs, wir sind gerne mit Euch erwachsen geworden! (max)

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Podiumsgesprüch in der Stadtbücherei Augsburg:
Prostituiertenschutzgesetz schützt Täter

Am 9.11.2018 fand das vom Verein „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel e.V.“ initiierte Podiumsgespräch „Frauenhandel und das Prostituiertenschutzgesetz“ statt. Die Veranstaltung in der Stadtbücherei stand unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Kurt Gribl sowie seiner Frau Sigrid Gribl.

Die etwa 70 Interessierten wurden von Klaus Engelmohr, Vorstand des Vereins, begrüßt und mit der Frage konfrontiert, ob das vor gut einem Jahr in Kraft gesetzte Gesetz auch bewirke, was es besagt.
Nach einem kurzem Grußwort des Ordnungsreferents Dirk Wurm, führte Moderator Jürgen Single durch die Talkrunde, bestehend aus Dirk Wurm, Manfred Paulus (Kriminalkommissar a.D.), Dr. Inge Kleine (Kofra München), Martin Warnecke (Referent Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmachers, Präsident der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte) und Sabina Rasinariu (Gesundheitsamt Augsburg).

In Augsburg arbeiten in etwa 600 Prostituierte. Laut Sabine Rasinariu, die regelmäßig Kontakt zu vielen der Frauen hat, sei es schwer herauszufinden, ob sie sich freiwillig oder unter Zwang prostituieren, was oftmals an der Sprachbarriere, aber auch am Druck seitens der Zuhälter liegt.

Manfred Paulus ist überzeugt, mehr als 95% der Frauen befänden sich in Deutschland in der Zwangsprostitution.

In Augsburg kämpfe man für echte Verbesserungen, so Dirk Wurm, es gäbe aufsuchende Millieusozialarbeit in Zusammenarbeit mit Solwodi e.V (Frauenrechts- und Hilfsorganisation), um Frauen den Ausstieg zu erleichtern. Nur wenige Frauen jedoch wagen den Ausstieg, Gründe dafür sind Angst vor den Zuhälterbanden, Scham, Schulden.

Das Gesetz schreibe Auflagen für die Bordelle und die Frauen vor, ein Opferschutz fehle jedoch komplett, es setze Freiwilligkeit für die Prostitution voraus und gehe an den vorherrschenden Problemen vorbei, so Dr. Inge Kleine. Die organisierte Kriminalität werde dadurch nicht bekämpft.

Paulus bezeichnete das Gesetz als „Täterschutzgesetz“.

In einigen europäischen Ländern ist die Gesetzeslage, ebenso das Frauenbild anders: Dort ist Sexkauf verboten und es müsse auch in Deutschland ein Umdenkungsprozess stattfinden, so Martin Warnecke.

Die Kriminalisierung der Freier würde dazu führen, dass Frauen nicht mehr als Ware gesehen werden.
Deutschland läge als zentral-europäisches Land in der Verantwortung, sich an die anderen Länder anzugleichen, Prostitution prinzipiell als Gewalt gegen Frauen anzusehen und einen Opferschutz zu gewährleisten.

Im anschließenden Plenumsgespräch stellte Frau Sigrid Gribl als Schirmherrin der Veranstaltung die Frage, warum es in unserer Gesellschaft möglich sei, dass man schneller eine Mehrheit für den Mehrwegbecher finde, als für den Schutz von Frauen in der Prostitution. Auch sie wertete Prostitution generell als Gewalt gegen Frauen.

Zum Abschluss der Veranstaltung zitierte der Moderator den CDU-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Bündnisses „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ Frank Heinrich mit den Worten, das Prostituiertenschutzgesetz sei ein Gesetz, dass in die richtige Richtung gehe, aber nur einen ganz kleinen Schritt.

"Mir erschien die Verderbtheit des Sklavenhandels so enorm, so furchtbar und nicht wiedergutzumachen, dass ich mich uneingeschränkt für die Abschaffung entschieden habe. Mögen die Konsequenzen sein, wie sie wollen, ich habe für mich beschlossen, dass ich keine Ruhe geben werde, bis ich die Abschaffung des Sklavenhandels durchgesetzt habe."
William Wilberforce (1759 - 1833) vor dem britischen Unterhaus

AugsburgerInnen gegen Menschenhandel e.V. ist Mitglied im Bündnis Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.

Kontakt:
„AugsburgerInnen gegen Menschenhandel e.V.“
Klaus Engelmohr (Vorstand)
Bahnhofstr. 12 1/2
86150 Augsburg
0821 / 40 88 16 51
0174 / 2671700
info@AUXgegenMH.de
http://auxgegenmh.de

www.gemeinsam-gegen-menschenhandel.de

(PM / Pit)

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